BUND Insektenstation Wildeshauser Geest
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KNAK-Fachkurs: Totholzkäfer

Der KNAK-Fachkurs: Totholzkäfer in der Wildeshauser Geest vermittelt fundiertes Wissen über Systematik, Morphologie dieser faszinierenden Insekten. Durch praxisnahe Bestimmungsübungen und Exkursionen in verschiedene Lebensräume lernen die Teilnehmenden, Arten im Freiland zu erfassen.

Wir freuen uns Ihnen präsentieren zu können, was Sie in einem KNAK-Fachkurs: Totholzkäfer erwarten können!

Zweitägiger Fach-Kurs

(Foto: ©BUND/Klaus Kluttig)

Totholzkäfer gehören zu den artenreichsten und ökologisch bedeutsamsten Insektengruppen unserer Wälder. Sie sind eng an abgestorbenes Holz gebunden und übernehmen zentrale Funktionen im Zersetzungsprozess sowie im Nährstoffkreislauf. In diesem praxisorientierten Kurs lädt der Baumsachverständige und Artenschutzgutachter Stephan Joecke dazu ein, diese faszinierende Käfergruppe systematisch zu erschließen – mit einem klaren Schwerpunkt auf die Bestimmung, insbesondere der Bockkäfer (Cerambycidae).

Im Mittelpunkt stehen grundlegende Merkmale, Morphologie und Körperbau der Käfer sowie ihre Entwicklungszyklen im Holz. Behandelt werden Unterschiede zwischen primären Holzbewohnern und sekundären Holzzerstörern, funktionelle Gruppen und Gilden sowie die ökologische Rolle von Totholzkäfern im Waldökosystem. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung von Mikrohabitaten an Bäumen, der Herausforderung der Holzzersetzung und der Nutzung von Holzabbauprodukten wie Mulm und Pilzen.

Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf der Bestimmungsarbeit:

· Bestimmungsübungen auf Familien-, Gattungs- und Artniveau

· Einführung in die Arbeit mit dichotomen Bestimmungsschlüsseln

· Artenbestimmung am Binokular

· Erkennen von Fraßspuren, Bohrmehl und Fraßbildern an Holz und Rinde

Ergänzend werden während einer Exkursion Methoden der Erfassung und Nachweisführung vorgestellt, etwa Mulmsieben und weitere feldökologische Techniken. Auch rechtliche Rahmenbedingungen wie FFH-Arten, Regelungen der Bundesartenschutzverordnung sowie das Thema Urwaldreliktarten werden behandelt.

Zusätzlich gibt es eine Ausstellung zum Thema „Second-Life-Holz“ die die ökologische Nachnutzung abgestorbener Bäume anschaulich vermittelt.

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